Körpergewicht

Bewegung und Ernährung sind die Hauptrisikofaktoren für Adipositas. Folglich gehört eine Steigerung der regelmässigen körperlichen Aktivität zu jeder Massnahme in der Prävention oder Behandlung von Übergewicht oder Adipositas zwingend dazu. Ein kombinierter Ansatz aus Ernährungsumstellung und einer Erhöhung der körperlichen Aktivität wirkt dabei am effektivsten gegen Übergewicht.

Prävention

Es ist erwiesen, dass moderate bis intensive körperliche Aktivität mit einem geringeren Risiko, Übergewicht zu entwickeln, zusammenhängt und somit präventiv von grosser Bedeutung ist (Grafik 1). Diese Beziehung ist am stärksten ausgeprägt, wenn die Belastungsdauer über 150 Minuten pro Woche liegt und somit die WHO Bewegungsempfehlungen erfüllt werden.

Grafik 1 Zusammenhang zwischen der Menge an moderat- intensiver körperlicher Aktivität und dem reduzierten Risiko für Übergewicht bei Erwachsenen (Jakicic et al., 2019).

Therapie

Es gibt starke wissenschaftliche Beweise dafür, dass mit einem kombinierten Ansatz aus erhöhter körperlicher Aktivität und Ernährung die besten Ergebnisse bezüglich BMI-Reduktion, Gewichtsverlust und Abnahme des Körperfetts erzielt werden können (Grafik 2). Der Effekt von nur Sport oder nur Ernährungsumstellung fällt dabei deutlich geringer aus.

Grafik 2 Grössere Veränderungen von BMI, Körpergewicht und Körperfett bei übergewichtigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch mehr körperliche Aktivität kombiniert mit einer Ernährungsintervention (Daten adaptiert von Stoner et al., 2016)

Quelle:

JAKICIC, J. M., POWELL, K. E., CAMPBELL, W. W., DIPIETRO, L., PATE, R. R., PESCATELLO, L. S., . . . PIERCY, K. L. (2019). Physical Activity and the Prevention of Weight Gain in Adults. Medicine & Science in Sports & Exercise, 51(6), 1262–1269. https://doi.org/10.1249/mss.0000000000001938

Stoner, L., Rowlands, D., Morrison, A., Credeur, D., Hamlin, M., Gaffney, K., . . . Matheson, A. (2016). Efficacy of Exercise Intervention for Weight Loss in Overweight and Obese Adolescents: Meta-Analysis and Implications. Sports Medicine, 46(11), 1737–1751. https://doi.org/10.1007/s40279-016-0537-6

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